
Heikles Anglerritual entzweit die Gemüter
n-tv
Hinter Fangfotos von imposanten Fischen im Internet steckt auch ein Streit um eine unter Anglern umstrittene Praxis: Catch and Release. Kritiker sprechen von Tierquälerei, Befürworter von Tradition.
Die Meldungen häufen sich: In Gewässern werden rekordverdächtig große Fische gefangen. Anfang August meldeten etwa Mitglieder des Angelsportvereins Langenargen am Bodensee den Fang eines 85-Kilo-Wels' mit einer Länge von 2,43 Metern. Der Wels wurde getötet, gemessen und gewogen, das Fleisch zu Filets verarbeitet und unter den Angelsportfreunden aufgeteilt. Das Exemplar war so groß, dass die Angler den Stolz über den Fang teilen wollten - ist das harmlose Prahlerei oder schon gesetzeswidriges Vorgehen?
Fische dürfen mit dem Ziel des Fischfleischverzehrs geangelt werden, so die Gesetzeslage - die Langenarger Sportangler handelten also legal. Die Alternative dazu wäre die auch unter Anglern umstrittene Methode Catch and Release (zu Deutsch: Fangen und Freilassen). Was hat es damit auf sich?
