
Hat Mondlander "Odysseus" eine zweite Chance?
n-tv
Obwohl es zunächst aussieht wie eine Erfolgsgeschichte, bangen nun NASA und Intuitive Machines um Mondlander "Odysseus". Das Gerät kommt bei der Landung in Schieflage, nun geht der Strom aus. Doch es gibt noch eine Chance. Die Fachleute hoffen auf die Sonne, die allerdings erst in zwei Wochen erwartet wird.
Nach der ersten erfolgreichen kommerziellen Mondlandung hoffen das US-Unternehmen Intuitive Machines und die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ein zweites Leben für den Lander "Odysseus". Womöglich noch in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) würden die Solarbatterien des Landers wie erwartet leer gehen, weil die Sonne den Landungsort nicht mehr erreiche, teilten Intuitive Machines und NASA bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit.
Man hoffe aber darauf, den Lander der Bauart "Nova-C", der den Spitznamen "Odysseus" oder "Ody" trägt, möglicherweise wieder kontaktieren zu können, wenn die Sonne in rund zwei Wochen seinen Standort wieder erreiche.
"Wir werden "Ody" für die Kälte einpacken und sehen, ob wir ihn wieder aufwecken können, wenn die Sonne zurück ist", sagte Steve Altemus, Chef von Intuitive Machines. Das sei zwar nicht Teil des ursprünglichen Plans der Mission gewesen und es sei auch unter anderem aufgrund der möglichen Auswirkungen der Kälte auf die Batterien keineswegs gesichert, dass es funktionieren werde, aber man habe sich entschieden, es zu versuchen, um möglicherweise noch weitere Daten sammeln zu können. Insgesamt sei es bislang eine "sehr erfolgreiche Mission" gewesen, sagte Altemus. "Was für eine großartige Arbeit dieser robuste und mutige Lander geleistet hat."
