
Hansi Flicks Barça weint nach einem CL-Duell, das es so noch nie gab
n-tv
Der FC Barcelona dreht ein 0:2 in Mailand und scheitert am Ende doch im Halbfinale der Champions League. Ex-Bundestrainer Hansi Flick reagiert enttäuscht. Aber Fußball-Europa darf sich über einen der größten Abende der Geschichte freuen.
Trainer Simone Inzaghi raste wie ein wilder Stier über den Rasen. Torwart Yann Sommer weinte große Tränen. Und Superluxus-Joker Davide Frattesi drohte, direkt in den nächsten Jubel-Blackout zu stürzen. Inter Mailand war sturzbesoffen vor Glück. Das legendäre Stadion San Siro zitterte und hörte nicht auf. Dieses Spiel konnte niemand fassen. Nicht auf dem Rasen. Nicht in dem alten Tempel. Nicht in Europa. Inter Mailand und der FC Barcelona haben der Fußball-Welt ein großes Geschenk gemacht. Sie hatten der Champions League über 210 und noch ein paar mehr Minuten, verteilt auf Hin- und Rückspiel, das epischste Halbfinale der Geschichte geliefert. Und am Ende feierte Mailand. Die Italiener gewannen den zweiten Showdown mit 4:3 nach Verlängerung (Hinspiel 3:3).
Inter feierte sich, Inter feierte alles. Den Einzug ins Finale, das in München ausgespielt wird. Sie verneigten sich vor Francesco Acerbi, der ihnen das gerade noch verloren geglaubte Spiel mit seinem 3:3 in der Nachspielzeit wieder in den Schoß gelegt hatte. Sie konnten diesen Yann Sommer nicht begreifen, der in den letzten Zügen dieser epischen Schlacht zu einem Riesen, zu einem unüberwindbaren Wächter des eigenen Schatzes, gewachsen war und "weltstarke Paraden" ("Kicker") aneinanderreihte. Immer wieder musste Fußball-Weltwunder Lamine Yamal erschüttert von Enttäuschung abdrehen. Und dann war da noch Frattesi, der derzeit wohl beste Einwechselspieler in Europa. Er kam. Er übernahm. Er verzögerte in der 99. Minute und traf.
