
Hackerjagd in Europa - Bandenboss auf der Flucht
n-tv
Ein europäischer Haftbefehl und eine Millionen-Belohnung des FBI: Ermittler fahnden nach dem mutmaßlichen Kopf eines internationalen Cybercrime-Netzwerks.
Karlsruhe (dpa/lsw) - Das FBI bietet für seine Ergreifung bereits zehn Millionen US-Dollar, jetzt wird der mutmaßliche Kopf eines betrügerischen Internet-Netzwerks auch mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Der Hacker und seine mutmaßlichen Mittäter sollen von weltweit über 300 Unternehmen mit Schadsoftware sensible Daten entwendet und verschlüsselt haben, wie das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe ansässige Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg mitteilte. Mindestens neun der erpressten Unternehmen sind in Deutschland.
Die Gruppierung sei höchst professionell vorgegangen und habe für die Entschlüsselung und Nichtveröffentlichung von Daten hohe Lösegelder gefordert. "Der durch die Cyberangriffe entstandene wirtschaftliche Schaden wird auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt", hieß es in der Pressemitteilung der deutschen Ermittler.
Die US-Regierung hat, weil der dringende Verdacht besteht, dass der Mann eine bedeutsame Rolle in der Hackerszene spielt und über hohe kriminelle Energie verfügt, zehn Millionen US-Dollar für seine Ergreifung ausgelobt. Die Taten hängen nicht mit dem deutschen Verfahren zusammen.
