
"Haben mit Spitzenkandidaten gefremdelt"
n-tv
Für die CDU in Thüringen ist die Bundestagswahl ein Desaster. Erstmals wird die Partei im Freistaat nur dritte Kraft. Für Landeschef Hirte das Ergebnis einer Fehlerkette. Themen, Zeitpunkt, Kandidat - alles falsch.
Zu spät, der falsche Kandidat, keine Ost-Themen: Der Thüringer CDU-Chef Christian Hirte hat den Wahlkampf seiner eigenen Partei für die Bundestagswahl scharf kritisiert. "Die CDU wurde abgewählt", sagte er vor rund 150 Delegierten bei einem Landesparteitag der Thüringer CDU in Suhl. Man könne sich wohl darauf einstellen, dass es noch vor Weihnachten einen neuen Kanzler Olaf Scholz gebe.
Hirte machte klar, dass man auf den falschen Kandidaten gesetzt hat: "Unsere eigene Unionsfamilie - und da nehme ich uns in Thüringen nicht aus - hat gefremdelt mit unserem Spitzenkandidaten", sagte Hirte. Er habe früh gewarnt, dass mit Armin Laschet jemand als Kandidat vorgeschlagen werden könnte, den große Teile der Partei nicht unterstützten, sagte Hirte.
