
Grüne werfen sich vor Habeck
n-tv
Die Opposition lässt im Streit um angebliche Vetternwirtschaft unter Wirtschaftsminister Habeck nicht locker. Die Grünen-Spitze geht zum Gegenangriff über, während der Gescholtene Selbstkritik übt.
Angesichts der Vorwürfe von Vetternwirtschaft haben sich die Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour vor Wirtschaftsminister Robert Habeck gestellt. Lang wies Angriffe des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder scharf zurück. Es seien Fehler passiert und die seien auch klar eingestanden worden, sagte Lang am Abend in der ARD. Die Grünen nähmen Kritik auch gerne an.
"Wenn das jetzt aber am lautesten unter anderem von der CSU und Markus Söder kommt, der mit der Amigo-Affäre, der mit der Maskenaffäre Vetternwirtschaft zu so einer Art Arbeitsmodell gemacht hat, dann muss man auch ehrlich sagen, da ist der Vorwurf der Doppelmoral auch eher Projektion." Lang bezog sich dabei unter anderem auf die Maskenaffäre, in die Bundestags- und Landtagsabgeordnete von CDU und CSU verwickelt waren. Sie erhielten in der Corona-Pandemie viel Geld für die Vermittlung von Schutzmasken.
Beim CSU-Parteitag am Samstag hatte CSU-Chef Markus Söder Habeck aufgefordert, seinen Staatssekretär Patrick Graichen zu entlassen. Sonst sei die Affäre Graichen eine Affäre Habeck.
