
Gauland plant AfD-Bündnis mit CDU/CSU
n-tv
Alexander Gauland will "den Spaltpilz in die Union tragen". Der AfD-Ehrenvorsitzende plant langfristig eine Zusammenarbeit mit Teilen von CDU und CSU. Für den Posten des Parteivorsitzenden schlägt er Peter Boehringer aus Bayern vor, der gegen Corona-Maßnahmen kämpft und die an der Macht "aufhängen" will.
Der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland hält den bayerischen Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer für einen geeigneten Parteivorsitzenden. "Mit Boehringer könnte ich sehr gut leben", sagte Gauland der Zeitung "Welt" mit Blick darauf, dass Boehringer im Vorfeld der für den 11. Dezember geplanten AfD-Bundesvorstandswahl parteiintern als aussichtsreicher Kandidat für den Chefposten gehandelt wird.
Boehringer kämpft gegen Corona-Maßnahmen und eine von ihm so benannte "Impfapartheid" und für den "Dexit" und Grenzschließungen. Corona bezeichnete er als "eine saisonale Krankheit". Der Diplom-Informatiker und Kaufmann betreibt den reichweitenstärksten Telegram-Kanal der einzelnen AfD-Bundestagsabgeordneten, wo er auch Inhalte von Verschwörungstheoretikern teilt und selbst Verschwörungserzählungen verbreitet. Dort veröffentlichte er auch Sätze wie: "Viele der Leute, die da heute an der Macht sind, gehören eigentlich aufgehängt. Kann man ja sonst nirgends sagen, hier kann man es sagen".
