
Gasspeicher zu über 100 Prozent gefüllt - wie geht das?
n-tv
Als Russland im Sommer 2022 den wichtigsten Gashahn zudreht, ist die Sorge groß, dass im Winter zu wenig Erdgas da sein könnte. Doch so weit kommt es nicht. Eine wichtige Rolle für die Gasversorgung spielen weiterhin die Gasspeicher. Sie sind erneut randvoll.
Die Erdgasspeicher in Deutschland haben am Sonntagmorgen die 100-Prozent-Marke erreicht. Der Füllstand lag bei 100,03 Prozent, wie aus vorläufigen Daten des europäischen Gasspeicherverbands GIE hervorging. Die Menge des in den Speichern gelagerten Erdgases entspricht bei 100 Prozent Füllstand nach früheren Angaben der Bundesregierung etwa dem Verbrauch von zwei bis drei durchschnittlich kalten Wintermonaten.
Der Speicherverband GIE gab die gespeicherte Erdgas-Menge mit 254,92 Terawattstunden an. Zum Vergleich: Im Januar und Februar 2023 wurden laut Bundesnetzagentur in Deutschland insgesamt gut 196 Terawattstunden Erdgas verbraucht. Zur weiteren Einordnung: Im Jahr 2022 wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur insgesamt 847 Terawattstunden Erdgas verbraucht. Eine Terawattstunde sind eine Milliarde Kilowattstunden.
