
Foto-Ausstellung "Let's talk about discrimination" in Bochum
n-tv
Die Porträt-Serie zeigt Menschen, die Rassismus, Diskriminierung oder Benachteiligung erfahren haben. Es ist ein Blick in verletzte Seelen.
Bochum (dpa/lnw) - Tränen und schmerzverzerrte Gesichtszüge. Eine Foto-Ausstellung in Bochum zeigt Porträts von Menschen, die Diskriminierung etwa aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihren Lebensumständen erfahren haben und ihre Kränkungen öffentlich machen wollen. Es ist ein Blick in verletzte Seelen: "Die Bilder sind in sehr emotionalen Momenten entstanden, als mir diese Menschen ihre Geschichte anvertraut haben", schildert Pädagogin Özlem Öztürk-Gerkensmeier kurz vor Eröffnung ihrer Ausstellung am Sonntag.
Die Stadt Bochum fördert die einwöchige Ausstellung "Let's talk about discrimination" mit 24 Aufnahmen in der KoFabrik, die danach an weiteren Orten gezeigt werden soll, wie die Hobby-Fotografin berichtet. Sie habe selbst als Tochter türkischer Einwanderer erlebt, wie sich Diskriminierung und Abwertung anfühle.
Nachdem sie im vergangenen Sommer auf ihrer Insta-Seite einen Aufruf an Menschen mit Diskriminierungserfahrung gestartet hatte, sich zu melden, hätten viele Personen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen Kontakt zu ihr aufgenommen und beschlossen "Gesicht zu zeigen".
