
Forscher: Kartoffel muss sich dem Klimawandel anpassen
n-tv
Gekocht, frittiert, gebraten, gestampft: Kartoffel sind nahrhaft und für viele ein kulinarisches Kulturgut. Es dauert Jahre, bis eine neue Sorte entsteht. Die Knolle muss viele Kriterien erfüllen.
Groß Lüsewitz (dpa/mv) - Der Klimawandel stellt Kartoffelforscher und -züchter vor Herausforderungen - denn bei den Zuchtzielen müssen Experten zufolge die damit einhergehenden Veränderungen berücksichtigt werden.
"Wir müssen auch Material entwickeln, das besser mit höheren Temperaturen zurechtkommt und einen geringeren Wasserverbrauch hat", sagte der stellvertretende Leiter des Julius Kühn-Fachinstituts für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen, Thilo Hammann, in Groß Lüsewitz bei Rostock. Besonders abiotische, also von der Umwelt ausgelöste Stressfaktoren, müssten stärker ins Augenmerk genommen werden.
Zu den größten Kartoffelfeinden zählt aber seit jeher die Kraut- und Knollenfäule ("Phytophthora infestans"), mit der sich die Forscher beim Institut schon lange befassen. Zwar gebe es inzwischen Kartoffeln, die resistent gegen den Pilz seien, die aber andere erforderliche und gewünschte Eigenschaften der Kartoffel nicht oder ungenügend erfüllten.
