
Flutkatastrophe im Ahrtal – Grünen-Ministerin Spiegel war um ihr Image besorgt
Die Welt
Im Juli 2021 starben bei der Flutkatastrophe an der Ahr 134 Personen. Wie SMS-Protokolle jetzt zeigen, war die damalige rheinland-pfälzische Umwelt- und heutige Bundesfamilienministerin vor allem um ihr Image besorgt. Die Grünen sehen die Veröffentlichung als „bösartige Kampagne“.
Am Freitag wird es im Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags um die Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 im Ahrtal gehen. Bei der starben 134 Personen, mehr als 700 wurden verletzt. Anne Spiegel, heutige Bundesfamilienministerin, muss sich für ihr Krisenmanagement verantworten. Damals amtierte die Grünen-Politikerin noch als Umweltministerin im Ampel-Kabinett von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Haben ihr Haus und das Landesamt für Umwelt (LfU) versagt? Das zumindest legen die Nachforschungen der Parlamentarier und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz nahe.
Rückblick: Das LfU soll viel zu niedrige Pegelstände gemeldet haben, wodurch die Feuerwehr und der Krisenstab im Landkreis Ahrweiler von einer entspannten Hochwasserlage ausgingen. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums vom 14. Juli um 16.43 Uhr rechnete man nicht mit Exremhochwasser.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












