
Fehlende Spenderorgane verursachen in Bayern Leid und Tod
n-tv
Niere, Leber, Herz – allein in Bayern warten mehr als 1.100 Menschen auf eine Organspende. Eine leidvolle Wartezeit, die viel zu oft tödlich endet. Die Politik appelliert, aber echte Lösungen fehlen.
München (dpa/lby) - Wegen fehlender Spenderorgane leiden und sterben auch in Bayern nach wie vor viele Menschen. "Aktuell stehen rund 1.100 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die Zahl der postmortalen Organspender betrug 2024 jedoch nur 157", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach anlässlich des "Tags der Organspende" am 7. Juni in München. Unter postmortalen Spenden wird die Entnahme von Organen nach dem Tod eines Menschen verstanden. Die CSU-Politikerin bezeichnete die Lage als "bedrückend".
Bundesweit ist die Entwicklung nicht besser: "Aktuell warten knapp 8.100 Menschen deutschlandweit auf ein lebenswichtiges Spenderorgan. Die Zahl der postmortalen Organspender lag im vergangenen Jahr hingegen bei nur 953."
In diesem Jahr gab es nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in den ersten fünf Monaten bislang 426 postmortale Organspender in Deutschland (Stand 3. Juni 2025). Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 382.
