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Fehde zwischen Trump und Musk zieht Wall Street runter

Fehde zwischen Trump und Musk zieht Wall Street runter

n-tv
Thursday, June 05, 2025 09:12:58 PM UTC

Nach anfänglichen Gewinnen geht die Wall Street zum Handelsschluss in die Knie. Seit Tagen schießt sich Tesla-Chef Musk auf das Steuergesetz der US-Regierung ein. Nun droht US-Präsident Trump dem Tech-Milliardär mit dem Entzug von Aufträgen. Die Aktie des E-Autobauers legt einen rasanten Absturz hin.

Der eskalierte Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Tesla-Chef Elon Musk hat die Aktien des US-Autobauers am Abend auf Talfahrt geschickt. Mit einem Minus von 14 Prozent verlor der Konzern rund 150 Milliarden Dollar an Börsenwert. Der Konflikt zwischen Trump und Musk belastete auch die Wall Street. Zudem sorgte das Rätselraten über die weiteren Entwicklungen im US-Zollstreit mit China für unruhigen Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte baute seine anfänglichen Gewinne ab und schloss bei einem Minus von 0,2 Prozent auf 42.320 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,8 Prozent auf 19.298 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 5.939 Stellen ein. Zwischenzeitlich waren die drei Börsenbarometer zeitweise um bis zu 0,8 Prozent gestiegen.

Auslöser der Fehde zwischen Trump und Musk ist ein von dem Präsidenten vorangetriebenes Steuer- und Ausgabengesetz. Musk hatte seine Kritik daran zuletzt verschärft, während Trump ihm vorwarf, das Gesetzesvorhaben abzulehnen, weil es die Abschaffung der Steuergutschriften für E-Fahrzeuge vorsieht. "Die Auswirkungen auf die Tesla-Aktie sind offensichtlich", sagte Mark Spiegel, Portfoliomanager bei Stanphyl Capital. Er sehe aber keine bedeutenden Folgen für den Rest des Marktes, abgesehen von den geringen Auswirkungen auf die Indizes und Indexfonds. "Der Gesamtaktienmarkt hat genügend Probleme, aber Tesla gehört nicht dazu."

Nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hoffen Börsianer derweil auf eine Deeskalation im zuletzt neu entflammten Zoll-Konflikt. Das Gespräch dauerte Trump zufolge etwa eineinhalb Stunden. Es sei mit einem sehr positiven Ergebnis für beide Länder beendet worden. Trump kündigte außerdem an, dass sich Delegationen beider Länder in Kürze treffen würden. Zudem hätten die Staatschefs sich gegenseitig eingeladen. "Ich habe keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen wird. Genau das macht das Investieren im Moment so schwierig", sagte Jed Ellerbroek, Portfoliomanager bei Argent Capital Management. "Ich glaube, es geht weniger darum, vorherzusagen, was Trump tun wird, als darum, ein Portfolio aufzubauen, das auch bei unvorhersehbaren Wendungen erfolgreich sein kann."

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