
Faeser verbietet „United Tribuns“ – Hund bei Razzia erschossen
Die Welt
Schlag gegen die sogenannte „Rockerkriminalität“: Das Bundesinnenministerium hat die Vereinigung „United Tribuns“ verboten. Mehr als 1400 Polizisten waren bundesweiten bei Razzien im Einsatz. Bei einem Zwischenfall im Kreis Segeberg wurde ein Hund erschossen.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die rockerähnliche Gruppierung „United Tribuns“ verboten, der in Deutschland knapp 100 Mitglieder zugerechnet werden. Der Verein und seine 13 „Chapter“ werden aufgelöst, das Vereinsvermögen beschlagnahmt, wie ihr Ministerium mitteilte. Hunderte von Polizisten durchsuchten am frühen Mittwochmorgen Privatwohnungen und Vereinsräume der Gruppe in neun Bundesländern.
Allein in Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben der Polizei 40 Objekte durchsucht. Bei einem Einsatz in Köln seien Spezialeinheiten beteiligt gewesen. In Schleswig-Holstein wurden 35 Objekte durchsucht, mit Schwerpunkt in der Hansestadt Lübeck. Zwei Polizeibeamte seien bei einem Angriff eines Hundes im Kreis Segeberg leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Kiel. Das Tier sei mit einer Schrotflinte erschossen worden.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












