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Facebook finanziert Schmutzkampagne gegen Tiktok

Facebook finanziert Schmutzkampagne gegen Tiktok

n-tv
Thursday, March 31, 2022 08:07:55 PM UTC

Immer wieder gibt es Berichte über angeblich gefährliche Tiktok-Trends. Ein Bericht legt nun nahe, dass Facebook und sein Mutterkonzern Meta daran beteiligt sind. Interne Mails zeigen demnach, dass eine von Meta beauftragte Firma erfolgreich schlechte Nachrichten über Tiktok verbreitet.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat einem Medienbericht zufolge eine Schmutzkampagne gegen seinen Rivalen Tiktok finanziert. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf interne E-Mails, Meta habe die Beratungsfirma Targeted Victory damit beauftragt, die bei Jugendlichen äußerst beliebte Video-Plattform in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Das Tochterunternehmen des chinesischen Konzerns Bytedance sollte demnach als Gefahr für Kinder in den USA und die gesamte Gesellschaft dargestellt werden

Dem Bericht zufolge versuchte Targeted Victory unter anderem, kritische Leserbriefe und Geschichten über angebliche gefährliche Tiktok-Trends in US-Lokalmedien zu platzieren. So wurden angebliche sogenannte Challenges, Vandalismus an Schulen zu betreiben oder Lehrer zu schlagen, Tiktok zugeschrieben, obwohl auf der Plattform gar keine entsprechenden Aufrufe kursierten. Die Gerüchte waren vielmehr Untersuchungen zufolge zuerst auf Facebook verbreitet worden. Auch wurden Briefe angeblich besorgter Eltern an Zeitungen geschickt.

Targeted Victory bestätigte auf Anfrage, für Meta gearbeitet zu haben, und bestritt nicht, negative Informationen über Tiktok verbreitet zu haben. Der Chef des den konservativen Republikanern nahestehenden Beratungsunternehmens, Zac Moffatt, schrieb bei Twitter: "Wir sind stolz auf unsere Arbeit, die Gefahren von Tiktok hervorzuheben." Im Bericht der "Washington Post" werde die Arbeit aber falsch dargestellt.

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