
Ex-Maut-Minister Dobrindt ist zur Schlüsselfigur geworden
n-tv
Nicht nur für CSU-Chef Söder, auch für den designierten Kanzler ist Alexander Dobrindt so gut wie unverzichtbar. Jetzt wird er Bundesinnenminister. Schon in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD und zuvor in den Gesprächen mit den Grünen spielte er eine zentrale Rolle.
Man kann Alexander Dobrindt, den künftigen Bundesinnenminister, als Scharfmacher und Aktenfresser beschreiben. Im vergangenen Jahr nannte der CSU-Politiker die Grünen einen "Brandbeschleuniger für die Polarisierung in unserer Gesellschaft". Sie seien "maßgeblich verantwortlich für das weitere Aufwachsen von radikalen Parteien wie der AfD". In der letzten Sitzung des Parlaments vor der Bundestagswahl sagte er, Wirtschaftsminister Robert Habeck habe Deutschland "in ganz Europa zum Gespött" gemacht, seine Energiepolitik sei "einfach nur dämlich".
Für Dobrindts Verhältnisse war das noch harmlos. 2010, als CSU-Generalsekretär, beschimpfte er die FDP als "Gurkentruppe" - die Liberalen regierten damals mit der Union. Ein Jahr später verantwortete Dobrindt ein Wahlkampfvideo mit einem umgetexteten Volkslied: "Ein Männlein steht im Walde, ganz grün und dumm", hieß es darin. Dobrindt selbst bezeichnete die Grünen seinerzeit als "politischen Arm von Krawallmachern, Steinwerfern und Brandstiftern".
