
EU sieht sich bei Zollstreit mit USA in einer guten Position
n-tv
Die EU bevorzugt in Sachen Zollstreit eine Verhandlungslösung mit US-Präsident Trump. Überstürzt einen schlechten Deal werde man aber nicht eingehen, sagt EU-Handelskommissar Sefcovic. Mögliche Vergeltungsmaßnahmen sind geplant und Beziehungen zu anderen Handelspartnern werden gestärkt.
Die EU ist nach Darstellung von Handelskommissar Maros Sefcovic unter keinem Druck, überstürzt mit den USA einen schlechten Deal im Zollstreit einzugehen. "Wir fühlen uns nicht schwach", sagte Sefcovic. Es müsse keine Lösung akzeptiert werden, die für die EU-Seite nicht fair wäre. Die Europäische Union sollte mit anderen Ländern ihre Handelsbeziehungen vertiefen und verspüre ein großes Interesse in unterschiedlichen Wirtschaftsregionen.
Der Löwenanteil des internationalen Handels entfalle auf andere Staaten außerhalb der USA. So gebe es bereits mit Indien, Indonesien, Thailand und Malaysia Verhandlungen über Freihandelsabkommen. Diese laufen zum Teil aber schon seit vielen Jahren, ohne dass eine schnelle Einigung absehbar ist.
