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EU sagt Erdbebenopfern Milliardenhilfe zu

EU sagt Erdbebenopfern Milliardenhilfe zu

DW
Monday, March 20, 2023 04:03:15 PM UTC

Nach dem katastrophalen Erdbeben von Anfang Februar sollen die Türkei und Syrien EU-Mittel für den Wiederaufbau erhalten.

Die Europäische Kommission will die Türkei nach der Erdbeben-Katastrophe vor sechs Wochen mit einer Milliarde Euro für den Wiederaufbau des Landes unterstützen. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einer Geberkonferenz in Brüssel an. Für humanitäre und erste Wiederaufbauhilfe in Syrien kündigte die deutsche Politikerin ein weiteres Paket in Höhe von 108 Millionen Euro an.

"Wir müssen unsere Unterstützung aufrechterhalten und den Überlebenden nicht nur beim Überleben helfen, sondern auch beim Wiederaufbau ihres Lebens", sagte von der Leyen. Sie betonte, dass Häuser, Schulen und Krankenhäuser mit höchsten Standards für Erdbebensicherheit wiederaufgebaut werden müssten. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hatte zuvor bereits angekündigt, dass Deutschland seine Hilfe für die beiden Läner auf insgesamt 240 Millionen Euro verdoppeln werde.

Zu Syrien erhält die Europäische Union wegen des seit 2011 währenden Krieges keine diplomatischen Beziehungen. "Millionen Menschen sind jetzt obdachlos", sagte von der Leyen. Knapp 50.000 seien bei dem Beben getötet worden. Von der Leyen hatte zusammen mit dem schwedischen Regierungschef Ulf Kristersson zu der Geberkonferenz eingeladen. Kristersson kündigte an, dass sein Land die Türkei und Syrien mit 45 Millionen Euro unterstützen werde.

In der Türkei gab es nach Schätzungen der Weltbank direkte Sachschäden in Höhe von rund 32,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung könnten doppelt so hoch sein, teilte die Organisation Ende Februar mit. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen schätzt die finanzielle Gesamtbelastung der Türkei auf mehr als 100 Milliarden Dollar.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stellt sich im Mai zur Wiederwahl. Er steht in Teilen der Bevölkerung auch wegen seines Umgangs mit dem Beben in der Kritik.

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