
EU macht Ukraine keine Hoffnung auf schnelle Aufnahme – aber auf mehr Waffen
Die Welt
Die Ukraine gehört den Staats- und Regierungschefs der EU zufolge zwar zur „europäischen Familie“. Auf ihrem Gipfel machen sie jedoch keine Zusagen zu einem schnellen EU-Beitritt. Bundeskanzler Olaf Scholz geriet wegen der Einfuhr von Öl, Gas und Kohle aus Russland unter Druck.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben den Hoffnungen der Ukraine auf einen raschen Beitritt zur Europäischen Union einen deutlichen Dämpfer verpasst. In der Erklärung des EU-Gipfels in Versailles vom frühen Freitagmorgen heißt es zwar: „Die Ukraine gehört zu unserer europäischen Familie.“ Konkrete Zusagen an Kiew mit Blick auf einen schnellen EU-Beitritt wurden jedoch auch nach den rund achtstündigen Gipfel-Beratungen nicht gemacht.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Kollegen versprachen der Ukraine lediglich, die Bindungen weiter zu stärken und die Partnerschaft zu vertiefen, um sie auf ihrem europäischen Weg zu unterstützen. Zudem wurde betont, dass man die EU-Kommission zügig damit beauftragt habe, den ukrainischen Antrag auf EU-Mitgliedschaft zu prüfen.

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