
Etwa 2.600 Menschen bei Hamburger Ostermarsch
n-tv
Sie wollen ein Signal für Frieden, Diplomatie und Abrüstung setzen: Hunderte Menschen demonstrieren beim Ostermarsch in Hamburg gegen Krieg und Aufrüstung.
Hamburg (dpa/lno) - Unter dem Motto "Lernfähig statt kriegstüchtig" haben sich am Ostermontag in Hamburg Hunderte Menschen zum traditionellen Ostermarsch versammelt. Nach Angaben der Veranstalter liefen sie vom S-Bahnhof Landwehr zum Stadtteil St. Georg in der Innenstadt. Die Polizei sprach von rund 2.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Diese trugen während ihres Protestzuges Schilder und Plakate unter anderem mit der Aufschrift "Kriegstüchtigkeit, Militarisierung, Operationsplan, Heimatschutz, Krieg. Ohne uns. Angriff auf das Volk" oder "Frieden in Nahost". Es sei alles friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.
Nach Ansicht der Veranstalter steigern immer mehr Waffen weltweit die Kriegsgefahr. Deutsche Waffen würden nicht nur in der Ukraine eingesetzt, sie würden in die ganze Welt geliefert. Eine weitere Gefahr für den Frieden in Europa droht nach Ansicht der Veranstalter durch die geplante Stationierung weitreichender US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.
Solche Waffen zögen einen Präventivschlag oder eine bewaffnete Reaktion auf eine vermutete Bedrohung geradezu an. "Ein Schlagabtausch mit Russland, auch aus Versehen, kann zur tödlichen Verseuchung Deutschlands und ganz Westeuropas führen", warnte das Hamburger Forum.
