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Esken und Klingbeil führen die SPD

Esken und Klingbeil führen die SPD

DW
Saturday, December 11, 2021 02:31:03 PM UTC

Saskia Esken bleibt in der Doppelspitze - doch der männliche Part wird gewechselt. Der bisherige Generalsekretär Lars Klingbeil folgt auf Norbert Walter-Borjans.

Saskia Esken und Lars Klingbeil sind die neuen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Hinter die Doppelspitze stellte sich eine große Mehrheit der Delegierten auf dem Bundesparteitag. Esken wurde mit 76,7 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt, Klingbeil erhielt 86,3 Prozent. Da die Wahl wegen der Corona-Pandemie digital abgehalten wurde, muss das Ergebnis noch schriftlich bestätigt werden.

Klingbeil hatte zuvor für Geschlossenheit geworben. Zwar mache Vielfalt die Partei stark - "aber am Ende sind wir eine SPD", sagte er auf dem Parteitag in seiner Bewerbungsrede. Der Erfolg der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl sei "über das Teamplay" gekommen. Dies wolle er fortsetzen, sagte der bisherige Generalsekretär. Ein Sieg reiche nicht: "Ich will mehr."

Die SPD sei dann stark, wenn sie sich nicht um sich selbst drehe, sondern die Frage in den Mittelpunkt stelle: "Wie können wir eigentlich das Beste für die Menschen erreichen?" Darum müsse es auch in der täglichen Politik gehen. Der 43-Jährige kündigte einen Führungsstil an, der auf Teamarbeit setze und auf lautstarke Ansagen verzichte.

Seine Partei müsse die Menschen im Land nicht vor dem Wandel bewahren, etwa bei notwendigen Anstrengungen für den Klimaschutz. Vielmehr müsse die SPD "im Wandel an ihrer Seite stehen", so Klingbeil. Er wolle nicht zulassen, "dass man verächtlich auf diejenigen guckt, die heute Dieselmotoren zusammenschrauben", sagte der Niedersachse, der dem konservativen Seeheimer Kreis der Sozialdemokraten angehört.

Auch Esken rief die Genossen dazu auf, nach dem "großartigen Wahlsieg" an einer Fortsetzung dieses Erfolgs zu arbeiten. "Wir werden dieses Land stärken, und wir werden es gerechter machen", versicherte die alte und neue Parteichefin. Sie verwies auf die geplante Erhöhung des Mindestlohns, Investitionen in Bildung und die neue Kindergrundsicherung.

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