Es ist halt passiert
Süddeutsche Zeitung
Kleinreden, leugnen und natürlich war der Alkohol schuld: Wie Menschen es schaffen, Seitensprünge vor sich selbst zu rechtfertigen.
Im Rausch der Verliebtheit, wenn die Endorphine brodeln, existiert nur noch dieser eine Mensch. Jemand anderen begehren? Niemals! In dieser Phase glauben die Romantiker dieser Erde fest daran, dass die Schmetterlinge auf ewig durch ihre Bäuche flattern, dass sie einander lieben, ehren und treu sein werden, bis dass der Tod sie scheidet. Dann aber dreht ein Alltag voller Pflichten und Routinen langsam das gemeinsame Herdfeuer auf kleine Flamme. Die Begierde geht wieder auf Suche, nimmt Verlockungen wahr, und es passiert: Untreue, Seitensprung, Schmerz, Verrat. Neben den Folgen für die Beziehung und das Seelenkostüm des Hintergangenen stellt sich da eine Frage: Wie gelingt es den Untreuen, ihren Betrug vor sich selbst zu rechtfertigen? Nichts leichter als das. Die Menschen sind Meister darin, eigene Verfehlungen kleinzureden.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











