
Enormer Chancenwucher lässt VfB Stuttgart fassungslos zurück
n-tv
Mal wieder einen Elfmeter verschossen: Der VfB Stuttgart setzt seine unrühmliche Serie fort. Der Bundesligist schlägt sich in der Europa League quasi selbst - auch wenn Torhüter Marwin Hitz für den FC Basel tatkräftig mithilft. Zur statistischen Überlegenheit gesellen sich noch schwere Fehler.
31 Schüsse aufs Tor, 65 Prozent Ballbesitz - und trotzdem verloren. Beim VfB Stuttgart herrschte nach dem 0:2 (0:1) gegen den FC Basel am zweiten Spieltag der Europa League Fassungslosigkeit. "Es ist eine sehr ärgerliche Niederlage", sagte Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel bei RTL und bekannte: "Wir haben uns selbst geschlagen." Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sagte, die Pleite sei "unnötig" und "bitter".
Nicht zuletzt der überragende Torhüter Marwin Hitz verhinderte den zweiten Sieg der klar überlegenen Stuttgarter. Unter anderem parierte er nach zweiminütiger Überprüfung durch den VAR einen Strafstoß von Kapitän Ermedin Demirovic (36.). Es solle "keine Ausrede" sein, sagte der Stürmer danach bei RTL. Aber es sei schon eine "eklige Situation" gewesen. Demirovic hatte sich den Ball bereits zum Schuss bereitgelegt, ehe er wegen eines Videochecks lange auf die Ausführung warten musste. "Das könnte schon dazu geführt haben, dass Demi aus dem Rhythmus kommt", sagte Wohlgemuth. "Dass wir mit der Elfmeter-Statistik nicht zufrieden sein können, liegt auf der Hand. Das sind zwingende Chancen, die man auch in so einem Spiel nutzen muss", merkte der 46-Jährige aber auch an.
Sieben der vergangenen elf Strafstöße aus dem Spiel heraus hat der Fußball-Bundesligist vergeben. "Mehr Chancen kannst du dir fast nicht rausspielen, aber wenn du es nicht schaffst, den Ball über die Linie zu bringen, verlierst du", klagte Maximilian Mittelstädt und betonte: Nicht die Qualität im Angriff habe gegen Basel gefehlt, sondern "die Qualität im Abschluss".
