
Energy Drinks beeinflussen Herzrhythmus bei Jugendlichen
DW
Energy Drinks sind alkoholfrei, aber enthalten jede Menge Koffein und andere Substanzen. Sie sind bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Inwiefern sie schädlich sein können, hat eine Studie untersucht.
Energy Drinks sollen die Leistung steigern, beleben und wachhalten. Dafür enthalten Sie jede Menge Koffein. Laut einer Erhebung des Statistik Portals 'Statista' konsumierten 2021 fast neun Millionen Menschen Energy Drinks. Die meisten von ihnen sind Erwachsene, aber auch immer mehr Jugendliche setzen auf diese Getränke, weil sie eben möglichst lange wach bleiben oder aber ihre Leistungen steigern möchten.
Gerade junge Menschen konsumieren die koffeinhaltigen Getränke in bestimmten Situationen: bei Computerspielen – um wach zu bleiben – vor Prüfungen – um sich vermeintlich besser konzentrieren zu können. Auch auf Partys sind Energy Drinks schon lange angekommen und führen leicht zu einem Gruppenzwang. Wer dazu gehören möchte, konsumiert die süßen Getränke, die manchmal auch aus gefährlichen Mixturen bestehen können.
Eine häufige Mischung sei die von Energy Drinks und Alkohol, so Oberhoffer. "Es gibt ein sehr populäres Party Getränk: Energy Drinks kombiniert mit Wodka. Des Weiteren ist die Kombination von Energy Drinks zusammen mit anderen Partydrogen bedenklich. Darüber hinaus gibt es einige Fallberichte, die von schwerwiegenden Herz-Rhythmusstörungen, akutem Nierenversagen und epileptischen Anfällen in Kombination mit Energy Drinks berichten."
Das Studienprojekt EDUCATE-Studie (Energy Drinks: Unexplored Cardiovascular Alterations in TEens and TwEens) ist darauf ausgelegt, die Auswirkungen von Energy Drinks auf das gesamte Herzkreislaufsystem von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen. Die Studie wurde am Klinikum der Universität München durchgeführt und von der Deutschen Herzstiftung gefördert. Zwischenzeitlich wurden erste Teilergebnisse des Studienprojektes in medizinischen Zeitschriften veröffentlicht.
Die Kinder und Jugendlichen waren zwischen 10 und 18 Jahren alt. Der Durchschnitt lag bei vierzehneinhalb Jahren. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass die Kinder und Jugendlichen gesund waren, keine Vorerkrankungen hatten, keine Medikamente oder Drogen nahmen und es in den jeweiligen Familien keine schwerwiegenden Herzerkrankungen gab.
