
Eltern und Lehrer skeptisch bei Impf-Vorstoß für Schüler
Die Welt
Das neue Schuljahr beginnt - und erst jetzt kommt die Debatte um den Umgang mit Corona in den Schulen erneut in Schwung. Der Lehrerverband warnt vor einer unterschiedlichen Behandlung geimpfter und ungeimpfter Schüler.
Lehrer und Schulleiter sehen den Vorstoß von Bund und Ländern für Impfungen von Kindern und Jugendlichen skeptisch. Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands erwartet Spannungen an den Schulen wegen des unterschiedlichen Corona-Impfstatus der Schülerinnen und Schüler. Auch der deutsche Lehrerverband warnte vor einer unterschiedlichen Behandlung von geimpften und ungeimpften Schülerinnen und Schülern. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) unterstrich, dass Impfungen in der Altersgruppe freiwillig bleiben. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) fürchtet dagegen keine Stigmatisierung ungeimpfter Schüler. Die Sorge, dass es zu einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ kommen könne, teile sie nicht, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). In der Schule wie auch in allen anderen Lebensbereichen werde es geimpfte und ungeimpfte Menschen geben. Hier zu einem guten Umgang miteinander zu finden, sei eine pädagogische Aufgabe wie in vielen anderen gesellschaftlichen Fragen auch.More Related News

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












