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Eltern des mutmaßlichen US-Schulschützen verhaftet

Eltern des mutmaßlichen US-Schulschützen verhaftet

DW
Saturday, December 04, 2021 11:37:05 AM UTC

Der 15-Jährige, der in Michigan vier Mitschüler tötete, ist bereits in Untersuchungshaft. Seine Eltern, denen die Staatsanwaltschaft eine Mitschuld gibt, waren jedoch auf der Flucht. Sie wurden nun festgenommen.

Wenige Tage nach der Schusswaffenattacke mit vier Toten an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan sind die Eltern des 15-jährigen Angreifers festgenommen worden. James und Jennifer Crumbley wurden im ersten Stock eines Fabrikgebäudes in Detroit festgesetzt, so Oakland County Undersheriff Michael McCabe in einer Erklärung. Die Festnahme sei ohne Zwischenfälle verlaufen, zitierte die "New York Times" Detroits Polizeichef James E. White. Ein Fahrzeug, das mit dem Paar in Verbindung gebracht wurde, war am späten Freitag von einem Geschäftsinhaber in Detroit geortet worden. Das Paar wurde kurze Zeit später gefunden und sollte in das Gefängnis von Oakland County eingeliefert werden.

James und Jennifer Crumbley werden wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen angeklagt, wie Staatsanwältin Karen McDonald mitteilte. Der Vater hatte die Tatwaffe vier Tage vor der Attacke gemeinsam mit seinem Sohn gekauft. Die Eltern ergriffen nach der Anklage die Flucht.

Mit der Anklage gegen James und Jennifer Crumbley sollen nach Angaben der Staatsanwältin "jene zur Verantwortung gezogen werden, die zu dieser Tragödie beigetragen haben, und es soll eine Botschaft an Waffenbesitzer ausgesandt werden, dass sie eine Verantwortung haben".

Der 15-jährige Angreifer hatte an seiner Schule in der nördlich von Detroit gelegenen Kleinstadt Oxford am Dienstag das Feuer eröffnet. Er tötete dabei vier Mitschüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und verletzte sieben weitere Menschen.

Er ließ sich nach der Tat widerstandslos festnehmen und wurde in der Folge unter anderem wegen vierfachen Mordes und Terrorismus angeklagt. Dem Teenager soll nach dem Erwachsenenstrafrecht der Prozess gemacht werden. Ihm droht lebenslange Haft.

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