
Ellen von Unwerths "Heimat", fröhlich und frivol
n-tv
Wer auf Berge steht, luftige Höhen, Dirndl, Krachlederne und Nacktheit - der kommt in diesem exquisiten Bildband auf seine Kosten. Versprochen!
In herrlichen Wäldern, vor smaragdgrünen Seen, prachtvollen, schneeweißen Gipfel und allem, was die Berge - oder ihr Klischee - zu bieten haben, tummeln sich schöne Frauen in mehr oder weniger traditioneller - wenn überhaupt - Kleidung. Sie gehen - ebenfalls mehr oder weniger - traditionellen Aufgaben nach: Angeln, jagen, melken, und manchmal liegen sie auch nur dekorativ - allein oder zu mehreren - in der Gegend herum. Wer solche Fotos mit einem Augenzwinkern sehen kann und nicht gleich: "Ach du Schreck, wo isser hin, der Feminismus?" denkt, der wird diesen schweren, 452 Seiten starken Bildband aus dem Hause Taschen lieben.
Star-Fotografin Ellen von Unwerth hat sich dorthin begeben, wo auf den Almen die Kuhglocken läuten, wo man mit der Natur im Einklang lebt.
Und wo die Dorfmädchen Hilda, Traudel, Heidi und ihre Freunde dem beschaulichen Landleben frönen. Zugegeben - im Sommer- wie im Winterurlaub begegnen einem normalerweise ja wirklich immer sehr fesche Madln und Burschen in den Bergen - sooo fesch aber, wie die Fotografin sie abbildet, sicher nur in den seltensten Fällen.

Nelly hat ein wunderbares Leben: Ihr Mann sorgt dafür, dass Frau und Kinder es gut haben. Nelly sorgt dafür, dass alles schön sauber ist. Eines Tages zerbricht das Idyll, Abgründe tun sich auf. Hält die Familie das durch? Amelie Fried spricht mit ntv.de über alte Rollenbilder, die nie wieder en vogue sein sollten.












