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Elektroauto: Neue Batterietechnologie verzweifelt gesucht

Elektroauto: Neue Batterietechnologie verzweifelt gesucht

DW
Thursday, February 16, 2023 05:26:21 PM UTC

Das EU-Parlament hat das Ende des Verbrennungsmotors bis 2035 besiegelt. Jetzt muss die Elektromobilität noch schneller hochgefahren werden. Beängstigender Schwachpunkt dabei sind Probleme rund um die Batterie.

Damit hatte der Reporter nicht gerechnet: Auf einer längeren Fahrt mit einem brandneuen, hochwertigen Elektroauto sank bei winterlichen Temperaturen die vom Bordcomputer prognostizierte Reichweite schlagartig - trotz zunächst vollgeladenem Akku. Statt der vorhergesagten 390 Kilometer reichte die Energie für lediglich 230 Kilometer, bis der nächste Ladestop eingelegt werden musste.

Außerdem lagen die Kosten, die an den unterschiedlichen Ladesäulen während der Reise insgesamt anfielen, sogar über denen, die bei der gleichen Fahrt mit einem Verbrenner an der Tankstelle fällig geworden wären. Überschrieben war der Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Titel "Mythos vom attraktiven Elektroauto"; das Test-Urteil war ernüchternd: "Die Akkutechnik benötigt offenbar einen Sprung, sonst erfüllt sie die Ansprüche an die Alltagstauglichkeit eines Erstautos nicht."

Diese Gefahr und viele weitere Probleme sehen wohl auch die Hersteller von Batteriezellen und tüfteln an zukünftigen Lösungen. So kündigte der Branchenprimus CATL aus China im Sommer 2021 neuartige Batteriezellen an, bei denen der teure Rohstoff Lithium durch leicht erhältliches, günstiges Natrium ersetzt wird. Auch fällt das umstrittene Kobalt weg, bei dessen Abbau Böden und Wasser verseucht werden. Kürzlich wurde mit der Pilotfertigung der neuen Natrium-Ionen-Batterien begonnen.

Der ebenfalls aus China stammende Elektroauto- und Batteriehersteller BYD, weltweit nach Tesla die Nummer zwei der Branche, plant laut Medienberichten bereits einen Kleinwagen mit dieser Batterietechnologie.

Natrium-Ionen Batterien sollen angeblich zwar sehr schnell beim Aufladen sein und benötigen nur 15 Minuten für 80 Prozent Ladung. Doch im Vergleich mit den heute gängigen Lithium-Ionen-Batterien liegt ihre Speicherkapazität ein Drittel niedriger und damit nach Expertenmeinung an der Untergrenze für den Einsatz im Auto.

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