
Eine Anlaufstelle: Ein Jahr Museum Zwangsarbeit
n-tv
Auf das Schicksal vieler Millionen Menschen, die in der NS-Zeit Zwangsarbeit leisten mussten, fokussiert sich das 2024 eröffnete Museum in Weimar. Auch für die Zukunft gibt es schon reichlich Pläne.
Weimar (dpa/th) - Ein Jahr nach seiner Eröffnung zählt das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar monatlich etwa 1.000 Besucherinnen und Besucher. Dazu kommen etwa noch Gäste bei Veranstaltungen, wie Pressesprecherin Dorothee Schlüter sagt. Viele Schüler-, aber auch Erwachsenengruppen seien unter den Besuchenden.
Auf besondere Resonanz stoße das Haus auch bei ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, sowie deren Kindern und Enkelkindern. Für diese habe sich das Museum zu einer wichtigen Anlaufstelle entwickelt, so Schlüter. Die Betroffenen und ihre Angehörigen hätten so einen Ort, der ihr Schicksal repräsentiert.
"Die Verbrechen des Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkrieges sind ein Teil von Millionen Familiengeschichten in ganz Europa", betont Museumsleiter Daniel Logemann. Die Frage "Was hat diese Geschichte mit mir zu tun?" sei deshalb auch heute noch aktuell. "Sie kann über alle Unterschiede von Erinnerungen hinweg zu einer gemeinsamen Verständigung führen", so Logemann.
