
Ein Viertel der Hausärzte will bald den Job aufgeben
n-tv
Die Zahl der Hausärzte wird in den nächsten Jahren einer Studie zufolge deutlich abnehmen. Bereits jetzt sind mehrere Tausend Stellen in Deutschland unbesetzt. Das Papier sieht aber Chancen, das aktuelle System zu optimieren.
Jeder vierte Hausarzt in Deutschland plant einer Umfrage zufolge, seine Tätigkeit in den kommenden fünf Jahren aufzugeben. Zudem wollen viele Hausärztinnen und Hausärzte ihre Wochenarbeitszeit bis 2030 im Schnitt um zweieinhalb Stunden verringern, wie die Bertelsmann-Stiftung mitteilte. Schon heute seien mehr 5000 Hausarztstellen unbesetzt. Die Zahl könnte sich den Angaben zufolge binnen fünf Jahren verdoppeln.
Gründe für diese Entwicklung liegen der Umfrage zufolge im bürokratischen Aufwand und der Arbeitsbelastung. Viele der befragten Hausärzte nennen weniger Bürokratie und geringere sowie flexiblere Arbeitszeiten als Bedingung, um länger im Beruf zu bleiben. Im Schnitt arbeiten die befragten Hausärzte 44 Stunden pro Woche. Damit liegen sie zehn Stunden über der durchschnittlichen Arbeitszeit aller Beschäftigten in Deutschland.
