
Ein Land ohne Bargeld – damit es faire Wahlen geben kann
Die Welt
Die alten Scheine sind ungültig, von den neuen gibt es zu wenig: In Nigeria herrscht kurz vor den Wahlen akuter Mangel an Bargeld. Die Regierung hatte mit einer Währungsreform eigentlich Bestechung verhindern wollen – und löste stattdessen ein Chaos aus. Unser Reporter war vor Ort.
Seit drei Stunden steht Kufre Udoh vor der Bank. Der Mittag naht, die Menge vor dem Eingangstor wird unruhig. Sicherheitsleute halten den Zugang geschlossen, die Beschimpfungen der Kunden übertönen den Straßenlärm. In anderen Filialen der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos hatten die Menschen Steine geworfen, Kreuzungen blockiert, sogar Angestellte verletzt. Bauunternehmer Udoh hat ein Konto und Geld. Aber er kann es nicht abheben, um seine Arbeiter zu bezahlen.
Denn in Nigeria, der größten Volkswirtschaft Afrikas, gibt es seit Wochen so gut wie kein Bargeld mehr – Resultat einer katastrophalen Währungsreform kurz vor den Wahlen am Wochenende. Die alten Naira-Scheine sind seit Anfang Februar mit Ausnahme von wenigen 200er-Banknoten (0,41 Euro) ungültig und dürfen nicht mehr umgetauscht werden. Doch neue sind kaum verfügbar.

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