
Ehec-Welle in Mecklenburg-Vorpommern vorerst gestoppt
n-tv
Nach 126 Ehec-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Entwarnung. Welche Rolle die Lebensmittelproduktion spielen könnte und was die Behörden jetzt unternehmen.
Schwerin (dpa/mv) - Die Ehec-Infektionswelle in Mecklenburg-Vorpommern scheint überstanden. Es gebe kein akutes Ausbruchsgeschehen mehr, konstatierten nach Angaben des Gesundheitsministeriums Expertinnen und Experten von Bund, Ländern und Kommunen nach ihrer wöchentlichen Lagebesprechung. Die Dynamik des Gesamtgeschehens habe sich in den vergangenen drei Wochen nach Nordrhein-Westfalen verlagert.
In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (LAGuS) insgesamt 126 Menschen an einer Ehec-Infektion erkrankt - darunter 65 bestätigte Fälle und 61 Verdachtsfälle. Neue Verdachtsfälle seien am Donnerstag nicht mehr hinzugekommen.
Laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen die Erkrankungen in Nordrhein-Westfalen auf den gleichen Erregerstamm zurück wie in Mecklenburg-Vorpommern. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) betonte aber, "dass die Fälle in NRW nicht mit einem Aufenthalt oder eine Ansteckung in Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung stehen. Es gibt also keine sogenannte Reiseanamnese".
