
Drogengangs sollen für Anschläge auf Gefängnisse verantwortlich sein
n-tv
In Frankreich gibt es immer wieder Brandanschläge auf Autos von Gefängnismitarbeitern. Haftanstalten werden besprüht und beschossen. Verdächtige sollen zu Drogenbanden gehören. Das scheint wenig überraschend, denn ein kürzlich verabschiedetes Gesetz sagt ihnen den Kampf an.
Nach zahlreichen Brandanschlägen auf Autos französischer Gefängnisbeamter hat die Staatsanwaltschaft für 21 mutmaßliche Täter Untersuchungshaft beantragt. Zu ihnen zählen zwei Minderjährige und sieben Menschen, die bereits wegen anderer Vergehen in Haft sitzen, wie die Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte. Da die Hauptverdächtigen dem Milieu der Drogenbanden angehören, ist die ursprünglich eingeschaltete Anti-Terrorstaatsanwaltschaft nicht mehr mit dem Fall befasst.
Wenige Tage vor der Verabschiedung eines Gesetzes zur Bekämpfung von Drogenbanden hatte eine bis dahin unbekannte Gruppe namens DDPF (Rechte der französischen Häftlinge) an mehreren Haftanstalten Autos von Gefängnismitarbeitern in Brand gesteckt und Graffiti hinterlassen. Im südfranzösischen Toulon schossen zudem Unbekannte wenige Stunden vor einem Ministerbesuch mit einem Sturmgewehr auf das Eingangstor des dortigen Gefängnisses.
