
Diese Preis-Wende verheißt Deutschland ein heikles Szenario
Die Welt
Normalerweise hüten Unternehmen sich, eine vorübergehende Teuerung an die Kunden weiterzugeben. Doch nun werden die Schalter offenbar umgelegt: So viele Firmen wie nie zuvor wollen ihre Preise erhöhen. Das wird die Lohnverhandlungen beeinflussen. Es droht eine gefürchtete Spirale.
Einmal ist keinmal. Nach dieser Devise ignoriert die Europäische Zentralbank (EZB) bisher die steil ansteigenden Teuerungsraten. Die Frankfurter Währungshüter erklären, dass der Inflationssprung des Jahres 2021 auf Sondereffekten beruht, vor allem auf Lieferverzögerungen und Knappheiten infolge der Pandemie.
In Deutschland spielt auch der Basiseffekt der Mehrwertsteuersenkung eine Rolle. Da im zweiten Halbjahr ein Teil der Steuer erlassen wurde, erscheinen die Preissteigerungen im Zwölfmonatsvergleich höher als sie eigentlich sind. Ab 2022 werde sich der Preisauftrieb normalisieren, betonen die EZB-Strategen.

Im Kriegsfall braucht es nicht nur Panzer und Bunker, sondern auch eine stabile Gesundheitsversorgung. Pharmamanager Simon Goeller sieht Europas Medikamentenmarkt nicht ausreichend für den Ernstfall gerüstet. Er warnt vor der Abhängigkeit von China und den unabsehbaren Folgen, sollten Antibiotika ausgehen.












