
Die Wahlkampfhilfe der Diversity-Prediger
Die Welt
Zwei Privatinitiativen wünschen sich mehr Vielfalt im Bundestag. Sie unterstützen freie Kandidaten und pushen auch ausgewählte Bewerber auf den Kandidatenlisten der Parteien. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel kritisiert eine „erhebliche Intransparenz“.
Die Parteien wirken laut Grundgesetz an der Willensbildung des Volkes mit – wie Medien, Verbände, Gewerkschaften, Kirchen und viele andere Akteure. Ein faktisches Monopol besitzen sie allerdings, wenn es darum geht, wer in die Parlamente gewählt werden kann: Einzelbewerber haben weder bei Kommunal- noch bei Landtags- oder Bundestagswahlen nennenswerte Chancen. Das Berliner Institut für Parlamentarismusforschung hat vor der Bundestagswahl 2017 in einer aufwendigen Studie untersucht, nach welchen Kriterien die Parteien ihre Kandidaten aufstellen. Dazu befragten Meinungsforscher fast 20.000 Parteimitglieder.More Related News

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