
"Die Wärmewende wird alle Geld kosten, so ehrlich muss man sein"
n-tv
Bis 2045 sollen alle Wohngebäude in Deutschland klimaneutral sein. Für Eigenheimbesitzer sind mit diesem Plan kostspielige Entscheidungen verbunden, aber die Hälfte der Deutschen wohnt zur Miete und hat keinen Einfluss auf die Wärmewende im Bestand. Techem-Chef Matthias Hartmann will Mieterinnen und Mieter trotzdem nicht aus der Verantwortung entlassen: "25 bis 30 Prozent des energetischen Verbrauchs wird durch die Konsumenten beeinflusst", erzählt der Chef des Energiedienstleisters im "Klima-Labor" von ntv. "Es gibt Menschen, bei denen das Bewusstsein dafür - sorry - einfach nicht da ist." Deswegen sei es wichtig, Verbräuche genau zu messen. Allein durch digitales Monitoring der Gasheizung könne man 10 bis 12 Prozent Energie einsparen, sagt Hartmann. Aber damit ist es nicht getan, an energetischen Sanierungen und neuen Heizungsanlagen führe kein Weg vorbei: "Die Vermietenden werden Geld in die Hand nehmen müssen und die Mietenden müssen sich darauf einstellen, dass es für sie ebenfalls teurer wird."
ntv.de: In vielen deutschen Mietshäusern finden sich nach wie vor Zentralheizungen, die mit Gas oder Öl betrieben werden. Die müssen eigentlich so schnell wie möglich umgestellt werden, aber darauf haben Mieterinnen und Mieter keinen Einfluss. Können die ihre Beine hochlegen und die Wärmewende entspannt abwarten?
Matthias Hartmann: Wie oder womit geheizt wird, ist Sache und Verantwortung des Vermietenden. Mieterinnen und Mieter können aber trotzdem etwas tun, denn 25 bis 30 Prozent des energetischen Verbrauchs wird durch die Konsumenten beeinflusst. Es ist erstaunlich, wie viel man machen kann. Der vergangene Winter war ein Augenöffner.
Inwiefern?
