Die Stunde null
Süddeutsche Zeitung
Die Bundeswehr hat Afghanistan verlassen, nach 20 Jahren. Haben sich Opfer und Mühen dieses verlustreichen Kriegseinsatzes tatsächlich gelohnt? Skepsis ist angebracht.
Stadt und Provinz Kundus sind Orte der Trauer, der Tränen und des Zorns. Die Bundeswehr verlor allein hier im Kampf gegen die Taliban 15 Soldaten. Zugleich markiert der von ihr angeordnete Luftangriff am Fluss Kundus 2009 den militärischen wie moralischen Tiefpunkt des deutschen Afghanistan-Einsatzes, als nicht nur Talibankämpfer, sondern auch Dutzende Zivilisten starben. 2013 zogen die Kampftruppen der Bundeswehr ab, ihr folgten deutsche Militärberater, die der afghanischen Armee halfen, die erstarkten Gotteskrieger in Schach zu halten. Nun sind auch die Berater fort, und die Taliban rücken wieder einmal auf Kundus vor. Es wäre wenig erstaunlich, wenn die Stadt ihnen bald dauerhaft gehörte, und wehe all jenen Afghaninnen und Afghanen, denen sie Rache geschworen haben.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

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