
Die Grenzen des Kurzschlussaktivismus
Die Welt
Jasmina Kuhnke alias „Quattromilf“ hat unter Protest ihren Auftritt bei der Buchmesse abgesagt: Die Autorin und Twitter-Aktivistin fühlt sich rassistisch bedroht, weil ein neurechter Verlag auf der Messe ist. Reaktionen darauf – und Hintergründe eines Eklats, der nur einen Gewinner kennt.
Die Frankfurter Buchmesse ist kaum eröffnet, schon hat sie ihren ersten Skandal oder Pseudoskandal, je nachdem auf welchem Empörungslevel eingepegelt man in diesen Tagen das Messegelände betritt.
Jasmina Kuhnke, eine 1982 geborene Autorin des Rowohlt-Verlags, der sie auf seiner Internetseite als „unüberhörbare Stimme gegen Rassismus und Diskriminierung“ vorstellt, und professionelle Twitter-Aktivistin, die als „Quattromilf“ um die hunderttausend Follower hat, hat zum Boykott der Messe aufgerufen, weil diese „Nazis Raum bietet, sich darstellen zu dürfen“.













