
Die Corona-Enquete ist gut - vor allem für Spahn
n-tv
Die Corona-Pandemie war eins der folgenschwersten Ereignisse der vergangenen Jahrzehnte. Mit einer Enquete-Kommission will die Politik die Zeit nun aufarbeiten. Das ist gut so. Aber es reicht nicht.
Dieser Tag könnte einer sein, an dem Jens Spahn beginnt, sich zu entspannen. Vor der Sommerpause stand er unter Dauerfeuer, wieder ging es um damals. Als Gesundheitsminister kaufte er Millionen von Masken zu überhöhten Preisen. Das kostet bis heute Millionen Euro an Steuergeld. Doch dann kamen die Sommerferien und legten sich wie eine Decke über die ganze Aufregung. War da was?
Doch an diesem Mittwoch macht die Corona-Pandemie wieder Schlagzeilen. Die vom Bundestag beschlossene Enquete-Kommission trifft sich zum ersten Mal. "Enquete" ist französisch und heißt so viel wie "Erfassung" oder "Befragung". Darum soll es gehen: Die Kommission soll untersuchen, was gut gelaufen ist und was nicht. Hätte man die Schulen so lange schließen müssen? Waren die Lockdowns wirklich vertretbar? Wäre eine Impfpflicht richtig gewesen? Oder ein schwerer Fehler?
Oder wie es die Vorsitzende Franziska Hoppermann, eine CDU-Abgeordnete, im Interview mit ntv.de sagte: "Ich glaube, da sind ganz viele Wunden, die zur Sprache kommen müssen. Wir wollen zur Versöhnung beitragen. Einen Ort für diese Fragen schaffen. Wo es nicht darum geht, Leute an den Pranger zu stellen."
