
Die CDU-Führung spielt das Spiel Armin Laschets mit
Die Welt
Die Gremien der CDU können sich nicht auf eine Mitgliederbefragung für die Nachfolge Armin Laschets verständigen. Nun sollen die Kreisvorsitzenden entscheiden, die Basisorganisation der Union. Der Parteichef gewinnt Zeit – und hält sich eine rettende Option offen.
Armin Laschet wird bis auf Weiteres Chef der CDU bleiben. Seine taktischen, teils kurios wirkenden Züge in den zurückliegenden Tagen haben Laschet eine Art Gnadenfrist bis Dezember, wahrscheinlich sogar bis in den Januar beschert. Die Führung der Partei beschloss am Montag, für den 30. Oktober eine Kreisvorsitzenden-Konferenz einzuberufen, die über das Prozedere bis zur Wahl einer neuen Parteiführung befinden soll.
Dabei wird die Frage im Mittelpunkt stehen, ob die CDU eine Mitgliederbefragung über Laschets Nachfolge durchführt. Das Instrument ist in der CDU unüblich. Allerdings haben sich zahlreiche einflussreiche Unionspolitiker dafür ausgesprochen. Das Spektrum reicht über die Junge Union bis hin zu Ministern, Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten. Doch eine einheitliche Linie gibt es nicht.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












