
DFB zieht neue App nach überwältigender Kritik zurück
n-tv
Auf fussball.de bietet der Deutsche Fußball-Bund ein zentrales Portal für den Amateurfußball. Mit einem Update bringt der Verband jetzt Tausende Nutzerinnen und Nutzer dieses Portals gegen sich auf. Die Rückmeldungen auf das neue Design sind verheerend - und das Update nach wenigen Tagen Geschichte.
Wer sich in Deutschland im Amateurfußball bewegt, kommt an fussball.de kaum vorbei. Das DFB-Portal ist zentraler Anlaufpunkt für Spielansetzungen und Anstoßzeiten, für Ergebnisse und Tabellen, für Torschützen, Aus- und Einwechslungen. Für Aktive, für Fans, für Trainerinnen und Trainer, für die Unparteiischen. Dieser Tage sollte fussball.de eigentlich eine grundlegende Erneuerung erfahren und mit neuem Design an den Start gehen. Infolge verheerender Reaktionen auf die zuerst veröffentlichte iOS-App ist dieses Vorhaben allerdings abgebrochen worden.
Der DFB versichert stattdessen an die "fussball.de-Community" gerichtet: "Nach eurer intensiven und nachvollziehbaren Kritik an der neuen App werden wir nicht mehr zu dieser Version zurückkehren. Wir werden bei der bewährten App bleiben." Eine Rolle rückwärts als Reaktion auf die Kritik, die zehntausendfach auf die Verantwortlichen eingeprasselt war. Am deutlichsten wurde diese vermutlich im App-Store: Bei mehreren Tausend Bewertungen lag der Durchschnittswert bei 1,1 Sternen - hauchdünn über dem Minimum von einem Stern.
Zentraler Kritikpunkt war dabei neben dem von schlicht zu grell verändertem Design insbesondere die neue Struktur der App, die die Navigation etwa zu den persönlichen Lieblingsmannschaften oder in die verschiedenen Ligen deutlich verkompliziert hatte. Passte der Spielplan einer Liga etwa zuvor problemlos auf eine Seite, musste dafür nun mehrfach gescrollt werden. Ein User fasste prägnant zusammen: "Um Spiele zu suchen, benötigt man jetzt drei Minuten anstatt 20 Sekunden." Dazu kamen bei vielen Nutzenden zahlreiche Fehlermeldungen. Die neue App funktionierte also kaum und wenn doch, dann deutlich umständlicher als zuvor. Auch die Kommentarspalten auf fussball.de und auf dem Instagram-Account des Portals wurden mit Kritik geflutet.
