
Der Gott des Waldes und die wilden Siebziger
n-tv
Ein Kind läuft in den Wald - und kommt nicht wieder heraus. Fünfzehn Jahre später wiederholt sich die Geschichte. In der Familie Van Laar verschwindet nach Sohn Bear nun auch Tochter Barbara. Die beiden Fälle müssen zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben - oder etwa doch nicht?
Was muss man eigentlich machen, um auf der Leseliste eines Präsidenten zu landen? Im Fall von Barack Obama scheint es, als müsse ein Roman sich zumindest eines amerikanischen Themas annehmen und außerdem eine ordentliche Portion wilde Natur enthalten. Schließlich hat Obama schon einige Bücher mit dieser Formel auf die Bestsellerlisten katapultiert, nachdem er sie in seinen jährlichen Lesehighlights vorgestellt hatte. Ein weiteres Buch, das es von seiner Liste zum Bestseller geschafft hat und die amerikanische Wildnis mit viel zwischenmenschlichem Drama verbindet, ist "Der Gott des Waldes" von Liz Moore.
1975 lebt die Familie Van Laar auf einem malerischen Anwesen am See direkt am Fuße der Adirondacks, einem bewaldeten Gebirgszug im Bundesstaat New York. Von dort aus beherrschen die Van Laars die Stadt, die eigenen Kinder und das eigens am See errichtete Feriencamp, das einst ein sportbessessener Vorfahre gegründet hat. Eigentlich genießt die Familie nur ihren Reichtum und die genre- und klassetypischen Verfehlungen, bis zum Verschwinden des erstgeborenen Sohn Bear. Mit nur acht Jahren lief der Junge in den Wald und wurde nie wieder gesehen.
