
Demo-Organisatoren klagen gegen Standplatz bei Schloss Elmau
Die Welt
Eine Gruppe von rund 50 namentlich registrierten Demonstranten wird am Montag in Polizeifahrzeugen in den sonst unzugänglichen Sicherheitsbereich des Schlosses gefahren – alle anderen Protestzüge enden in großer Entfernung zum Tagungsort. Für die Organisatoren sei das nicht rechtens.
Die Organisatoren des Demo-Sternmarsches zum Tagungsort des G-7-Gipfels klagen gegen den ihnen von den Behörden zugewiesenen Standplatz in der Nähe des Schlosses. „Das ist nicht in Ruf- und Sichtweite“, betonte Anmelder Franz Haslbeck vom Protestbündnis „Stop G 7 Elmau“ am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen. 500 Meter Luftlinie lägen zwischen dem vorgesehenen Standort und dem Tagungsort Schloss Elmau. „Diese 500 Meter tragen nicht dem Gerichtsurteil Rechnung.“
Vorausgegangen waren bereits langwierige Verhandlungen mit den Behörden, die – einem Gerichtsurteil vom vergangenen G-7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahr 2015 gemäß – einen Protest auch in der Nähe der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten am Ende zugelassen haben.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












