"DeepState Map": Wie eine ukrainische Karte Putins brutalen Krieg dokumentiert
ProSieben
Die "DeepState Map" ist unverzichtbares Werkzeug im Ukraine-Krieg. Das Projekt zweier junger Ukrainer stemmt sich gegen die russische Propaganda.
Die "DeepState Map" hat sich als eines der bedeutendsten Informationsinstrumente im Ukraine-Krieg etabliert. Was einst als Hobby zweier junger Ukrainer begann, ist heute ein Team von 100 Fachleuten, das präzise Frontverläufe und Truppenbewegungen dokumentiert. Die Karte bietet mehr als nur geografische Orientierung – sie ist ein Symbol des Widerstands und ein Gegenmittel zur Desinformation aus Wladimir Putins Russland. Wie die "Kyiv Post" berichtet, startete das Projekt, als Roman Pohorili 2021 erste Beobachtungen russischer Truppenbewegungen teilte. Seitdem hat sich "DeepState" zu einem digitalen Leuchtturm für die Ukraine entwickelt. "Wir erläutern die Entwicklung der Lage auf unserem Kanal", erklärt Gründer Pohorili. Dabei liefert die Plattform nicht nur Informationen, sondern rettet möglicherweise Leben, indem sie Soldat:innen und Zivilist:innen ein klares Bild der Kriegsrealität verschafft. "DeepState" hebt sich vor allem durch die Genauigkeit seiner Daten ab. Eisenbahnlinien, Armeeeinheiten und aktuelle Frontverschiebungen werden in Echtzeit dargestellt, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Die Informationen stammen direkt von der Bevölkerung: Fotos, Videos und Nachrichten fließen täglich in Tausenden ein und werden mit moderner Technik überprüft und verarbeitet. Besonders bemerkenswert ist die Präzision der Berichterstattung. Laut "Kyiv Post"-Reporter Sergii Kostezh sind die Macher:innen oft beinahe live dabei, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Gleichzeitig bleibt das Team in engem Kontakt mit dem Militär, um sicherzustellen, dass die veröffentlichten Daten der ukrainischen Verteidigung zugutekommen – ohne den russischen Truppen nützliche Informationen zu liefern.
