
DAK-Erhebung: Hoher Arbeitsausfall wegen kranker Seele
n-tv
Psychische Erkrankungen sind einer der Hauptgründe, weshalb Beschäftigte ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Rate nach Erhebungen der DAK besonders hoch.
Schwerin (dpa/mv) - Psychische Erkrankungen sind in Mecklenburg-Vorpommern häufiger als in den meisten anderen Bundesländern die Ursache für Arbeitsausfälle. Wie aus einer Datenanalyse der Krankenkasse DAK hervorgeht, war im Jahr 2024 im Nordosten jeder Versicherte im Schnitt fast vier Tage wegen diagnostizierter Depressionen, Anpassungsstörungen oder Ängste krankgeschrieben.
Nur im Saarland und in Hamburg seien die Ausfallzeiten noch höher gewesen, teilte die Ersatzkasse in Schwerin mit. Der bundesweite Durchschnitt habe bei knapp 3,5 Tagen gelegen. Weil die Behandlung oft viel Zeit in Anspruch nimmt, fallen Betroffene im Einzelfall jeweils über Wochen, teils Monate aus.
Besonders betroffen sind laut DAK Beschäftigte im Gesundheitswesen Mecklenburg-Vorpommerns. Sie fehlten der Erhebung zufolge 2024 im Durchschnitt fünf Tage pro Kopf wegen psychischer Erkrankungen. In der öffentlichen Verwaltung sei der Arbeitsausfall ebenfalls überdurchschnittlich hoch gewesen.
