
CSU schlägt Gaspreisdeckel für 75 Prozent des Privatverbrauchs vor
Die Welt
Die CSU-Landesgruppe fordert einen Gaspreisdeckel: 75 Prozent des bisherigen Gasbezugs bei Privathaushalten ließen sich mit einem Bürger-Basispreis drosseln, sagte deren Chef Alexander Dobrindt. Unterdessen lässt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) einen „Arbeitsstab Gaspreisbremse“ einrichten.
Angesichts der hohen Energiekosten hat die CSU-Landesgruppe einen Gaspreisdeckel für drei Viertel des Privatverbrauchs vorgeschlagen. „Für Privathaushalte wäre es denkbar, 75 Prozent des bisherigen Gasbezugs mit einem Bürger-Basispreis zu deckeln“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Augsburger Allgemeinen“. Über diesen Deckel hinaus müsste dann der volle Gaspreis gezahlt werden. „Damit bleibt der Anreiz zum Energiesparen erhalten, aber Wärme eben auch bezahlbar.“
Ein Preisdeckel zur Eindämmung der hohen Energiekosten wird nicht nur von der Union, sondern auch von Ökonomen und der Linken gefordert. Meist wird dabei ein Konzept vorgeschlagen, bei dem ein bestimmter Jahresbedarf etwa für einen Haushalt bei einem festen Kilowattstundenpreis gedeckelt wird. Sockelbeträge für einen festen Prozentsatz des eigenen Vorjahresverbrauchs werden aber auch vorgeschlagen.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












