
Coburgs dunkle Geschichte - hier fing alles an
n-tv
In Coburg gewinnt die NSDAP erstmals eine Wahl - lange vor 1933. Für die Nationalsozialisten ist die fränkische Stadt wie eine Blaupause für die folgende Diktatur über Deutschland. Hier wird die SA erstmals aktiv, hier mehren sich die Anschläge auf Juden schon früh. Heute stellt sich der Ort seiner Vergangenheit.
"Coburg ist heute eine weltoffene Stadt im Herzen Europas, in der Menschen aus rund 140 Ländern miteinander leben", sagt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig von der SPD. "Diese bunte Stadtgesellschaft macht für mich Coburg aus. Wir gehören zusammen. Die Vielfalt macht die Stadt stark, innovativ, liebens- und lebenswert. Die rechtsextremen Umtriebe in ganz Deutschland und ausländerfeindliche, antidemokratische und auch isolationistische Tendenzen in Politik und Bevölkerung besorgen mich zutiefst. Hier gilt es gegenzusteuern: Nie wieder ist jetzt!"
Sauerteig hat gelernt. Denn Coburg hat eine dunkle Geschichte, die lange verschwiegen wurde. "Der Name Coburg ist mehr als der Name irgendeiner Stadt", sagte Reichskanzler Adolf Hitler 1935. "Er ist mit einem epochalen Ereignis des Kampfes der nationalsozialistischen Bewegung verbunden. In diese Stadt sind wir mit einer Methodik, die wir später noch oft anwandten, zum ersten Mal gekommen und haben uns zum ersten Mal in dieser Stadt durchgesetzt."
