
CDU wirft Regierung Schönfärberei bei Wirtschaftsdaten vor
n-tv
Etwas Wirtschaftswachstum auf der eine Seite, Jobverlust, niedrige Löhne und Frust beim Mittelstand auf der anderen. Wie weit liegen Statistik, Realität und politische Selbstdarstellung auseinander?
Schwerin (dpa/mv) - Die wirtschaftliche Situation in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Einschätzung der Opposition schlechter als von der rot-roten Regierung dargestellt. Das Wirtschaftswachstum der zurückliegenden Jahre sei nach statistischen Korrekturen deutlich geringer als lange behauptet, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Peters in der Aktuellen Stunde des Landtags in Schwerin. Statt 3,3 Prozent für das Jahr 2023 etwa seien es letztlich 0,2 Prozent gewesen, ohne dass die Regierung das offen klargestellt habe. "Das ist unredlich", sagte Peters.
Redner von SPD und Linke verwiesen darauf, dass solche statistischen Korrekturen nicht unüblich seien. Die Wirtschaft in MV habe sich in einem schwierigen Umfeld robust und weniger anfällig gezeigt als in anderen Bundesländern, die vielfach ein Minus verzeichnet hätten.
Der AfD-Abgeordnete Martin Schmidt verwies auf die fortbestehenden Rückstände bei Löhnen und wirtschaftlicher Pro-Kopf-Leistung. Auch bei der Kaufkraft liege Mecklenburg-Vorpommern weit hinten.
