
CDU liebäugelt mit Treuhänder-Parteichef
n-tv
In der CDU herrscht wachsende Verunsicherung nach der Rückzugs-Ankündigung von Parteichef Laschet. So kursiert eine Idee, den Nachfolger als Treuhänder gleich mit einem Verfallsdatum zu versehen. Neben dem amtierenden Vorsitzenden werden noch zwei weitere Namen ins Spiel gebracht.
Ein neuer Vorschlag für eine treuhänderische und zeitlich begrenzte Neubesetzung der CDU-Spitze sorgt für Diskussionen in der Partei: Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", sie wünsche sich an der CDU-Spitze einen "Treuhänder" ohne eigene Ambitionen auf das Kanzleramt, der die Partei wieder "fit" mache.
Vizefraktionschefin Gitta Connemann warb für eine Person, die "eigene Ambitionen" nicht an erste Stelle setze: Die CDU brauche "jemanden, der bereit ist, der Partei zu dienen", also niemanden, der "nur ein anderes Amt will", sagte sie der Zeitung. Prien steht für die liberale Strömung der CDU, Connemann wird den Konservativen zugerechnet.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












