
Brinkhaus will für Merz nicht auf Amt des Fraktionschefs verzichten
Die Welt
Bis zu den Landtagswahlen könnte der Union ein weiterer Machtkampf drohen. Ralph Brinkhaus will das Amt des Fraktionschefs auch weiterhin ausführen, verzichten zugunsten des künftigen CDU-Vorsitzenden Merz werde er nicht. Eine „einvernehmliche Lösung“ müsse her, meint die Partei.
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat nicht vor, von sich aus zugunsten des künftigen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz auf sein Amt zu verzichten. „Wenn die Fraktion das wünscht und wenn die Fraktion mich wählt, dann werde ich das also auch gerne nach dem 30. April weitermachen“, sagte er am Dienstag in Berlin auf die Frage, ob er fest entschlossen sei, sein Amt weiterhin auszuüben. Brinkhaus war nach dem Desaster der Union bei der Bundestagswahl anders als sonst üblich nur bis Ende April im Amt bestätigt worden.
Auf die Frage, ob er zu dem Thema bereits ein Gespräch mit Merz geführt habe, ging Brinkhaus nicht ein. Er sagte vielmehr, im Moment sei das überhaupt kein Thema, es gebe andere Dinge zu tun: Die Union müsse sich in der Opposition aufstellen, es stehe ein wegweisender Parteitag am 21./22. Januar bevor und man müsse sich auf Landtagswahlen vorbereiten. „Deswegen stehen Personaldiskussionen jetzt erst mal ganz hinten an.“

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